Raben bleiben zu Hause eine Macht – Spannender 3:1-Sieg gegen VT Aurubis Hamburg

Es war kein Spiel für schwache Nerven. Aber die Roten Raben schafften es, erneut ihre Heimstärke unter Beweis zu stellen. Sie blieben auch im vorletzten Heimspiel der Bundesliga ungeschlagen und besiegten VT Aurubis Hamburg nach einem dramatischen Fight mit 3:1 (2523/21:25/25:22/31:29). Dabei erlebten die rund 910 Zuschauer ein Volleyballspiel mit vielen spektakulären Ballwechseln, das bis zum Schluss spannend blieb. „Vilsbiburg war am Ende entschlossener und kaltblütiger“, lobte Hamburgs Trainer Helmut von Soosten. Raben-Trainer Guillermo Gallardo meinte, er sei stolz auf seine Mannschaft, weil sie „wieder alles gegeben hat“.

Einig waren sich die Trainer und die Zuschauer, dass eine Spielerin diesem Spiel ihren Stempel aufgedrückt hat: Katja Wühler. Sie präsentierte sich wieder einmal in Topform und war in praktisch jeder schwierigen Situation Garant dafür, dass die Raben am Drücker blieben. Nicht umsonst ist sie daher auch nach dem Spiel vom Raben-Fanclub Rabenpower zur „Spielerin des Jahres“ ausgezeichnet worden.
Alle Raben-Spielerinnen präsentierten sich dem heimischen Publikum voll konzentriert und man merkte vom ersten Ballwechsel an, dass sie den Sieg unbedingt wollten. Dabei machten sie taktisch genau das, was Raben-Trainer Guillermo Gallardo vorgegeben hatte. Mit platzierten oder hart geschlagenen Angaben setzten sie die schwache Annahme der Hamburger unter Druck und VT-Zuspielerin Stephanie Volle musste weite Wege gehen, um ihre Angreiferinnen in Stellung zu bringen. So konnten die Raben bei der zweiten technischen Auszeit auf 16:11 davon ziehen.

Allerdings hatte Hamburgs Trainer Helmut von Soosten seinen Spielerinnen das gleiche Rezept mit auf den Weg gegeben und auch die Raben-Spielerinnen hatten nicht immer die richtige Antwort parat. So kamen die Gäste aus Hamburg noch auf 21:19 heran, bevor die Raben den Sack mit 25:23 zu machten.
Im zweiten Satz waren die Raben noch gar nicht richtig auf dem Parkett, da lagen sie bereits mit 0:3 im Rückstand. Auch danach fanden sie kein Mittel gegen die konzentriert aufspielende Hamburger Angriffsmaschinerie. Es war, als wollten die Gäste die Roten Raben mit ihren eigenen Mitteln schlagen. Gegen ihre gezielten Angaben fanden die Raben-Spielerinnen meist keine passende Antwort und so lag Aurubis Hamburg bei der zweiten technischen Auszeit mit 12:16 in Führung. Doch – angepeitscht von einem begeisterten Publikum – waren die Raben nicht gewillt, diesen Satz kampflos abzugeben. Sie kämpften sich auf 17:19 heran, doch es half alles nichts und die Gäste holten sich im Endspurt den zweiten Satz mit 21:25.
Es dauerte eine Weile bis der Raben-Diesel im dritten Satz auf Touren kam. Zuerst erlaubten die Raben den Gästen, dass sie auf 2:7 davon zogen, 5:8 hieß es bei der ersten technischen Auszeit. Danach mussten die Raben sich mächtig strecken, bis sie beim 8:8 den Ausgleich schafften und beim 10:9 erstmals in Führung gehen konnten. Doch dann zündeten sie den Turbo, zogen das Ding durch und holten sich mit 25:22 den dritten Satz.

Im vierten Satz lagen die Roten Raben von Beginn an in Führung und man hatte den Eindruck, dass sie ein schnelles Ende dieser Begegnung wollten. Allerdings hatten sie die Rechnung ohne die Hamburgerinnen gemacht. Sie gaben sich und das Match noch nicht verloren, schafften beim 14:14 erstmals den Ausgleich und zogen auf 19:22 davon. Da rappelten sich die Raben noch einmal auf, schafften den Ausgleich und dank einer glänzend aufgelegten Katja Wühler letztlich auch den 31:29-Sieg und damit den Matchgewinn.
Vilsbiburgs Spielführerin Regina Burchardt meinte nach dem Spiel, sie sei „besonders stolz auf die Mannschaft“. Hamburgs Spielführerin Kerstin Ahlke versicherte, dass sie gewinnen wollten. „Aber wenn die Raben dagegen halten, dann wird es halt ein spannendes Spiel“.

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